Das Interview mit den Web-Admins aus der SOL 65

In der SOL 65 haben wir ein Interview mit den beiden "Großadministratoren" der neuen Webpräsens gemacht. Und diesen Beitrag gibt es hier komplett zu lesen.

„Wir sind halt alle ein wenig verrückt“

 

Ein Interview mit Rainer Giesecke und Rolf Kiessling

geführt von Rüdiger Schäfer

 

Rüdiger Schäfer: Viele der SOL-Leser werden eure Namen nicht kennen. Dennoch arbeitet ihr nun schon seit mehreren Monaten an einem der wichtigsten PRFZ-Projekte der letzten Jahre: der neuen Vereins-Homepage! Am 1. März 2012 soll sie online gehen. Liegt ihr im Zeitplan?

Rainer Giesecke: Ja! Und ich hoffe unsere Redakteure und Inhaltebetreuer auch (oder Rüdiger?) ;-).


Rolf Kiesling: Im Gegensatz zu Autoren oder den Gestaltern der SOL haben wir den Vorteil das wir uns nicht viel neues „ausdenken“ müssen, sondern auf schon vorhandenes Material zurückgreifen können und dies nur noch in ein brauchbares Format bringen müssen. (sagte ich „nur noch“ ?)

 

Rüdiger: Rolf, Du betreust die PRFZ-Homepage seit vielen Jahren als Administrator. Das Wort hört man im Zusammenhang mit Webseiten ständig. Was macht so ein Administrator (Perry Rhodan war ja auch mal einer J) eigentlich?


Rolf: Also in erster Linie ist ein Administrator ein Verwalter. Perry hat seinerzeit die Erde und ihre Bewohner verwaltet und ich mache das mit der PRFZ Webseite. Dabei geht es zum größten Teil darum, dass die Texte, Anzeigen und Bilder die ich von allen Seiten bekomme in einem vernünftigen Aussehen als Webseite generiert werden.

 

Rüdiger: Rainer, Du hast die neue PRFZ-Homepage entwickelt. Da ich sie schon in einer Vorab-Version bewundern und ausprobieren durfte muss ich sagen: Ich bin ich schwer beeindruckt. Wie hat man sich das „Webseiten bauen“ als Laie vorzustellen? Könnte ich das nach einer kurzen Einweisung auch oder müsste ich erst ein paar Jahre Informatik studieren?

Rainer: Mit ein bisschen Einarbeitung ist es relativ leicht, sich als Redakteur in dem CMS (Content Management System) zurechtzufinden. Für die Gestaltung benötigt man allerdings umfangreiche CSS (Cascadind Style Sheets)-Kenntnisse. Die zu erwerben ist aber auch keine Zauberei. Das CMS nimmt einen sehr viele Aufgaben ab, z. B. das Erzeugen der Menüs. Das Aussehen wird im Prinzip mittels CSS und ein paar Grafiken erzeugt. Dann wird die Seitenstruktur erzeugt, also die Titel der Seiten werden hinterlegt und dann kann schon ein Redakteur daherkommen und online Artikel eintippen, garniert mit ein paar Bildern, die relativ einfach hochgeladen werden können. Die Oberfläche hierfür sieht einer Textverarbeitung nicht unähnlich.

 

Rüdiger: Ihr beiden arbeitet seit geraumer Zeit gemeinsam am neuen PRFZ-Online-Auftritt. Wie hat man sich das vorzustellen? Wie habt ihr euch den Job aufgeteilt?

Rainer: Rolf hat sich z. B. die Mühe gemacht, die Cover der einzelnen SOL-Ausgaben auf einem hochwertigen Scanner einzulesen. Per Mail haben wir uns immer wieder kurzfristig abgesprochen, wer welche Inhalte hinterlegt. Das Grunddesign stammt von mir, da ich mit Contao und dem technischen Umfeld (CSS, php, etc.) die meiste Erfahrung habe.

Es gibt aber auch genug Sachen, die für den Besucher der Seite nicht zu sehen sind. Ich habe z. B. ein kleines internes Forum eingerichtet (okay, dauert mit Contao nur ein paar Minuten). Es gilt die alten Inhalte zu prüfen, Grafiken und Bilder zu übertragen und gegebenenfalls. anzupassen. Anleitungen, Tipps & Tricks, sowie Rahmenvorgaben müssen geschrieben werden, damit so ein Redakteur nicht zu viel Unfug treibt.

Rolf: Den technischen Teil hat wie gesagt größtenteils Rainer übernommen. Ich bin da schon ein paar Jahre hinter der aktuellen Technik und sich das alles auch noch anzueignen sprengt meine Zeit. Das war auch einer der Hauptgründe warum das Layout der aktuellen Seite sich über Jahre kaum verändert hat. Bei den Texten konnten wir vieles von der alten Homepage übernehmen und mussten recht wenig Anpassungen machen. Eine direkte Aufteilung in „du machst jetzt das und ich mach das“ haben wir nicht. Jeder macht das, was grade eben anfällt.

 

Rüdiger: In den vergangenen Monaten liefen unter den Verantwortlichen (PRFZ-Vorstand, Beisitzer und euch) intensive Diskussionen um Inhalte und Gestaltung der neuen Seiten. Das war doch bestimmt nicht nur pures Vergnügen, oder?

Rainer: Das Problem war natürlich, dass die meisten aktiven Mitglieder in den Vorbereitungen für den WeltCon steckten. Aber jetzt nach einer kleinen Ruhephase kommen die Diskussionen sehr intensiv in Gang. Dafür habe ich ein ‚verstecktes’ Forum in unserer neuen Webpräsenz eingerichtet (von dir habe ich dort ja auch leider erfahren müssen, dass ich zu diesem Interview nicht in ein teuren Fünf-Sterne-Hotel geladen werde ;-).


Rolf: Zu den WeltCon Arbeiten kommt noch hinzu das es immer schwierig ist mehrere Meinungen unter einen Hut zu bekommen. Kommt hier nun ein gelblicher Mond ins Bild oder nicht doch lieber die Erde. Aber letztendlich muss halt eine Lösung gefunden werden. Ich denke aber da sind wir auf dem richtigen Weg und wirklich große Differenzen gab es da auch nicht.

 

Rüdiger: Ihr habt ja nun beide einiges an Erfahrung, was Online-Auftritte betrifft. Für wie wichtig haltet ihr die Internet-Präsenz für eine Organisation wie die PRFZ?

Rainer: Den Begriff ‚Organisation’ für die PRFZ finde ich jetzt cool. Das klingt jetzt so, als wären wir die Nachfolgeorganisation der USO ;-).

Das Internet ist schon längst ein Medium, dass auf der gleichen Stufe wie Fernsehen, Radio, Presse oder Druckmedien steht. Für viele ist es der erste Anlaufpunkt, wenn es darum geht, sich über ein Thema zu informieren. Ziel ist es, zum einen Besucher für die PRFZ zu begeistern, denn schon allein das SOL-Magazin ist den ganzen Jahresbeitrag wert. Zum anderen haben wir hier die Möglichkeit, Sachen, die im Magazin aus Platzmangel nicht hineinkommen, auf unserer Webseite zu präsentieren. Hier wird es eventuell auch Inhalte geben die exklusiv für PRFZ-Mitglieder zu erreichen sind.

Rolf: Wie Rainer schon sagte ist das Internet ein Teil unseres Lebens geworden. Ich bin mittlerweile seit über 20 Jahren „online“ und habe so ziemlich die komplette Entwicklung mitgemacht. Vom alten Akustikkoppler über die Mailboxen (Vorläufer der heutigen Foren) bis zu dem aktuellen Stand wo ja fast jedes technische Gerät einen Internetzugang hat. Im gleichen Maße haben sich auch die Menschen verändert. „Online sein“ ist heute so normal wie es der Walkman zu meiner Schulzeit war.

 

Rüdiger: Die Qualität einer Homepage wird unter anderem an der Anzahl der Updates gemessen. Gibt es schon Überlegungen, wie man Mitglieder und PR-Fans zum regelmäßigen Besuch der neuen Seiten animieren will?

Rainer: Ja, Rüdiger. Welche Ideen hast du denn da als Beisitzer der PRFZ? Oder gar als Autor? Eine kleine Fortsetzungsgeschichte, exklusiv (und für lau ;-) für die Webpräsenz? *g*


Rolf: Wir wollen versuchen den Kreis der „Macher“ gegenüber früher zu erweitern. Bei der alten Page mache momentan ich alles alleine. Durch mehr Updates auf der Seite wird es für die Fans auch wieder interessanter vorbeizuschauen und sich auch aktiv zu beteiligen.

 

Rüdiger: Jetzt aber mal Nägel mit Köpfen: Am 1. März 2012 geht es offiziell los. Was dürfen die Besucher der PRFZ-Seiten zu Beginn erwarten?

Rainer: Es wird ein völlig anderes Design geben, das wir erst einmal mit den überarbeiteten alten Inhalten gefüllt haben. Wir hoffen natürlich auf ein reges Feedback und mit dem Rollout im März ist die Entwicklung der Seite ja noch nicht beendet. Aber irgendwann muss man einen Anfang setzen, weil es gibt ja immer etwas zu verbessern und verfeinern.

Vorschläge und Ideen sind uns natürlich sehr willkommen!


Rolf: Dabei ist das Design im Grundgerüst der alten Page angelegt so das man sich schnell zurechtfinden wird. Einige Bereiche werden wegfallen dafür gibt es neue.



Rüdiger: Und gibt es auch schon Pläne für zukünftige Inhalte, die bisher aus Zeitgründen noch nicht umgesetzt werden konnten? Wird es z. B. alte SOL-Ausgaben als pdf zum Herunterladen geben?

Rainer: Es gibt da einige Ideen, die mir da im Kopf noch rumkreisen (über die ich aber ja auch nicht allein entscheide). Die Erstausgabe als Goody im PDF-Format. Eine etwas ältere Ausgabe (so um Band 50 vielleicht) anstatt oder zusätzlich zur Bestellung eines Probeexemplares. Eine Online-SOL, mit ergänzenden Artikeln oder Berichten aus der PR-Welt im Internet. Ein eigenes Forum der PRFZ. Einige Sachen wird es im Zugriff für den gewöhnlichen Terraner geben, andere vielleicht nur für die Mitglieder der PRFZ. Einige neue Sachen sind schon realisiert. Ideen und Feedback können dann im Gästebuch der neuen Präsenz abgegeben werden. Es wird immer etwas zu verbessern und zu erweitern geben.


Rolf: Die Chancen stehen recht gut das man alte, teilweise vergriffene, SOL-Ausgaben online betrachten kann. Wir diskutieren grade noch das Wie und Was. Was es sicher nicht geben wird ist, dass man die aktuelleren SOL-Ausgaben sehen wird. Das soll doch immer noch ein Privileg der Mitglieder bleiben.

 

Rüdiger: Ich denke, die SOL-Leser würden nun auch noch gerne ein paar Dinge über euch wissen. Vielleicht Du zuerst, Rainer: Wann und wie wurdest Du mit dem PR-Virus infiziert? Was machst Du sonst in Deiner Freizeit, wenn Du nicht gerade einen neuen Internetauftritt programmierst?

Rainer: Mein erster PR-Roman dürfte Band 219 „Teleporter Achtung!“ gewesen sein. Das war so etwa Juni 1977 und ich war gerade einmal 13 Jahre alt. Danach kam ja im Oktober die 4. Auflage und in die Erstauflage bin ich dann so bei Band 865 eingestiegen. Irgendwann habe ich dann eine Zeit lang alle vier Auflagen gelesen (wie auch immer ich das mit meinem Taschengeld hin bekommen habe, ohne eine Bank auszurauben) und auch bei Atlan war ich für einige Zeit so ab Band 300 eingestiegen (Atlantis-Zyklus).

Inzwischen nenne ich die komplette Heftreihe mein eigen (nur die Bände 500-549 sind noch ungelesen). Also fast schon ein Altleser!

Ansonsten bin ich auch ein „ziemlicher“ Leser. Außer diversen anderen Heftreihen (wohl mit den Perrys etwa 3700 Heftromane) verschlinge ich z. B. Stephen King, Stephen R. Donaldson („Der Spiegel ihrer Träume“ und „Einer reitet durch“ ist die beste Fantasy, die ich je gelesen habe). Im Urlaub auch mal eine Kathy Reichs. Und gerade lese ich mich durch die hervorragende (nur zu kurze) Biographie über Steve Jobs.

Internet und Programmieren ist ein kleines Hobby. Ein bisschen Fotografieren, meist im Urlaub. Ach ja, und dann ist da noch Familie. Das schönste Hobby ist zur Zeit aber eigentlich Opa sein J.

Ich glaube, arbeiten muss ich manchmal auch noch in so einem großen EDV-Unternehmen. „Ich mach EDV’, sagte mal ein Kollege, als er gefragt wurde.

 

Rüdiger: Und wie war das bei Dir, Rolf? Du engagierst Dich schon sehr lange in der PRFZ. Das macht man ja auch nicht unbedingt, weil man zu viel Zeit übrig hat, oder?

Rolf: Also wenn es danach gehen würde, dann müssten wir wohl alle unsere Hobbys aufgeben. Aber wir sind halt alle ein wenig verrückt und dann ist es auch mal egal wenn man Stunden mit etwas verbringt was in den Augen anderer pure Zeitverschwendung ist. Solange es mir noch Spaß macht werde ich dabei bleiben.

 

Rüdiger: Rainer, Rolf: Vielen Dank für eure Zeit; nicht nur die, die ihr euch für dieses Interview genommen habt, sondern auch die, die ihr in die PRFZ-Homepage investiert habt. Ich freue mich schon sehr auf die neue Internet-Präsenz und hoffe, dass möglichst viele Mitglieder diesen tollen Service nutzen werden.